Warum ist unerlaubtes Glücksspiel strafbar?
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Urteil vom 08.09.2010, Az.
| Medium |
Budgetanteil 2021 (%) |
Budgetanteil 2024 (%) |
Trend |
| TV |
45 |
30 |
Rückläufig (Sendezeitbeschränkungen) |
| Online-Video |
25 |
35 |
Stark steigend |
| Affiliate/Partner |
15 |
20 |
Leicht steigend |
| Außenwerbung/Print |
10 |
5 |
Stark rückläufig |
| Sonstige (Radio, Events) |
5 |
10 |
Leicht steigend |
Zwar hat der EuGH die Regulierung der Glücksspielbranche nicht generell abgelehnt.
- Werbung in Fachmagazinen und auf Branchenmessen
- Direktmarketing per E-Mail an registrierte Nutzer
- Telefonwerbung nur mit ausdrücklicher Einwilligung
- Printwerbung in bestimmten, adulten Zielgruppen-Publikationen
Jedoch hat es die Werbung der Monopol-Anbieter beanstandet, die zu sehr auf das Anlocken von Spielern ausgerichtet sei und demnach das eigentliche Ziel – die Suchtprävention – konterkariere.
- Verbreitung von Online-Casino-Werbung über soziale Medien und Influencer
- Targetierte Werbung basierend auf Nutzerdaten und Interessen
- Verwendung von Promo-Codes und Bonusangeboten in Anzeigen
- Sponsoring von Sport-Streams und E-Sport-Events
Im Übrigen würde der deutschen Glücksspielpolitik die Kohärenz (Abstimmung) fehlen, weil auf der einen Seite das Automatenspiel mit einem hohen Suchtpotential liberalisiert wird und auf der anderen Seite gleichzeitig für die weniger gefährlichen Sportwetten ein Staatsmonopol aufrecht erhalten wird.
19. Oktober 2015
In seiner Entscheidung vom 28.03.2006 hat das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) das staatliche deutsche Glücksspielmonopol im Hinblick auf Sportwetten im Ergebnis bestätigt, Urteil vom 28.03.2006, Az. Nach Ansicht des BVerfG stelle zwar das Monopol für Sportwetten einen Eingriff in das Grundrecht der Berufsfreiheit privater Wettanbieter dar, dies sei aber durch eine glaubhafte und konsequente Erfüllung der staatlichen Suchtprävention zu rechtfertigen. Das Staatsmonopol auf Sportwetten sei nur zu rechtfertigen, wenn es ausdrücklich dem Ziel der Suchtprävention dient. Eine reine bloße Erzielung höherer Staatseinnahmen könne kein Monopol rechtfertigen und zwar auch dann nicht, wenn die Gelder für gemeinnützige Zwecke verwendet werden. Die Zuständigkeit der Gesetzgebung für das materielle Glücksspielrecht, cas casino kaufen deutschland welches zum Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung zählt, steht nach Art.
Regelungen zur Behandlung von Geldbeträgen auf dem Spielkonto
70 Abs. 1 GG den Ländern (Bundesländern) zu. Im Jahre 2008 haben die Bundesländer - entsprechend der Vorgaben des BVerfG – einen Glücksspiel-Staatsvertrag (GlüStV) beschlossen. Dieser wird auch „Staatsvertrag zum Glücksspielwesen in Deutschland genannt. In Kraft getreten ist er am 01.01.2008. Als Reaktion auf das EuGH-Urteil hat man am 15.12.2011 in Deutschland den 1.
- Sponsoring von Fußball-Bundesliga-Vereinen durch Wettanbieter
- Werbeplatzierungen auf Trikots, Bandenwerbung und in Stadien
- Exklusive Partnerschaften zwischen Ligen und Glücksspielanbietern
- Debatte über den Einfluss auf junge Zuschauer
Änderungs-Staatsvertrag zum Glücksspielstaatsvertrag beschlossen, der sodann am 01.07.2012 in Kraft getreten ist.
- Pflicht zum Anzeigen des Risikohinweises "Glücksspiel kann süchtig machen"
- Mindestschriftgröße und Anzeigedauer für Schutzhinweise in TV-Spots
- Verlinkung zu Hilfsangeboten wie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
- Sperrsysteme wie OASIS müssen in der Werbung erwähnt werden
Alle Bundesländer (ausser Schleswig-Holstein) haben den Vertrag unterzeichnet.
Schwierigkeiten bei der Umsetzung
Die Seite des BIÖG bietet Betroffenen, Angehörigen und Interessierten Informationen rund um das Thema Glücksspiel und Glücksspielsucht. Geeignete Anlaufstellen in Ihrer Region finden Sie zudem beim Suchthilfeverzeichnis der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen. Fernsehsender haften nur dann für fremde Werbespots, wenn diese grob und offenkundig einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht darstellen. Vorab den Inhalt eines jeden Werbespots und die rechtliche Situation zu prüfen, sei Sendern nicht zuzumuten, so der BGH. Im Sommer fiel dieses Urteil hinsichtlich einer von einem Fernsehsender ausgestrahlten Glücksspiel-Werbung (BGH, Urteil vom 22.07.2021 - I ZR 194/20).
Werbeinhalte: Das ist online erlaubt
Es handelte sich um einen Werbespot, der für Casino- und Automatenspiele auf den Internetseiten " " und „ warb und von einem privaten Sender im Fernsehen ausgestrahlt wurde. Ebenfalls existieren deutsche Angebote für Online-Spiele auf den Internetseiten " " " und " Auf diesen Seiten können Nutzer für eine Teilnahme an Casino- und Automatenspielen bezahlen. Problem dabei ist, dass die letztgenannten Seiten über keinerlei Lizenzen verfügen, um in Deutschland Glücksspiele zu veranstalten. Deswegen forderte ein Interessenverband von Glücksspielunternehmen die Holdinggesellschaft des Fernsehsenders, welche für dessen Rechtsberatung zuständig war, dazu auf, die Werbespots zukünftig nicht mehr auszustrahlen. Daraufhin gab die Holdinggesellschaft nur eine veränderte strafbewehrte Unterlassungserklärung ab. JuraForum.de-Tipp: Schleswig-Holstein hat ein abweichendes Landesgesetz beschlossen ohne zahlenmäßige Beschränkung für Sportwettenanbieter. Zudem wurden in Schleswig-Holstein Online-Casinos erlaubt.
| Verein / Liga |
Sponsor (Glücksspielanbieter) |
Art des Engagements |
Jahr |
| FC Schalke 04 |
Tipico |
Hauptsponsor (Trikot) |
Bis 2022 |
| Bundesliga (DFL) |
Mehrere Anbieter |
Offizielle Wettpartner |
Laufend |
| SV Werder Bremen |
Wunderino |
Ärmelsponsor |
2023-2024 |
| 2. Bundesliga |
Betano |
Namenssponsor der Liga ("Magic 2nd") |
2023/24 |
Im Jahre 2013, nachdem es zu einem Regierungswechsel kam, hat sich Schleswig-Holstein wieder den anderen Bundesländern angeschlossen.
Ist Werbung für Glücksspiel erlaubt?
Beispielweise handelt es sich um verbotene Werbung, wenn ein Fernsehsender Werbung für unlautere Glücksspiele wie Online-Casinospiele oder Werbung ausstrahlt, die in irgendeiner Form den Verlauf oder die Erfolgschancen von Glücksspielen unangemessen darstellt, oder Werbeaussagen macht, die eine falsche Gewinnvorstellung erzeugen oder die den Zufallscharakter von Glücksspielen nicht angemessen darstellen. Außerdem gilt ein grundsätzliches Werbeverbot für bestimmte Werbeplattformen. Anders als das OLG Köln entschied der BGH jedoch, dass die beklagte Holdinggesellschaft des Fernsehsenders für den Verstoß gem. § 8 Abs. 1 Satz 1 und § 3 Abs.
Anbieter spielen auf Zeit
1, 3a UWG nicht haften muss. In der Tat obliege dem Fernsehsender hinsichtlich der Zulässigkeit ausgestrahlter Werbespots grundsätzlich eine wettbewerbsrechtliche Verkehrspflicht in Form einer Prüfungspflicht. Allerdings nur im Falle von offenkundigen und groben Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht. Das Nachforschen in Form einer intensiven rechtlichen Kontrolle, ob Spielbetreiber gültige Lizenzen hätten oder nicht, sei – auch auf eine Abmahnung hin – nicht von dieser Prüfungspflicht umfasst, so der BGH zugunsten des Fernsehsenders. Lexikon, zuletzt bearbeitet am: 02.05.2026 Jetzt kommentieren 1 Bewertung Historie des Staatsvertrags zum Glücksspielwesen in Deutschland Urteil des EuGH vom 08.09.2010 Was ändert sich mit dem neuen Glücksspielstaatsvertrag 2021? In der Zwischenzeit hatte man aber 12 Lizenzen an Online-Casinos vergeben, die bis heute fortgelten.
Fälscher nutzen Glaubwürdigkeit einer etablierten Medienmarke
Nachdem der Glücksspielstaatsvertrag zum 01.01.2008 in Kraft getreten ist, hat sich schon am cas casino schweizer grenze 14.10.2008 erstmals das BVerfG mit diesem beschäftigt. Nach Ansicht des BVerfG waren die Vorschriften des Vertrages und vor allem das Verbot der Veranstaltung und Vermittlung von öffentlichem Glücksspiel im Internet verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden. Das BVerfG hat somit den GlüStV für verfassungskonform gehalten, vgl. Beschluss vom 20.3. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) sah jedoch in dem Monopol eine Verletzung der EU-Dienstleistungsfreiheit, vgl. Damit wurde u.a.
Zentrale Spielersperrdatei 2021 erweitert
Glücksspiel breitet sich in Deutschland und Europa immer weiter aus. In den letzten Jahren hat sich das „Zocken“ stark ins Internet verlagert (Online-Casino), vor allem in Zeiten von Corona. Nach langem hin und her konnten sich die Bundesländer auf den neuen Glücksspielstaatsvertrag 2021 einigen, der das „Online-Zocken“ nun offiziell erlaubt. Im Mittelpunkt des Gesetzes steht dennoch der Spielerschutz. Der Glücksspiel-Staatsvertrag ist ein Vertrag zwischen allen 16 Bundesländern in Deutschland, der seit 2008 einheitliche Rahmenbedingungen zum Thema Glücksspiel aufstellt und damit für mehr Transparenz unter den Bundesländern sorgt.
Fehlende Rechtssicherheit bei Auszahlungen
In Deutschland existiert grundsätzlich das Glücksspielmonopol des Staates. Das bedeutet, dass Wetten, Lotterien, Casinos und anderes Glücksspiel in staatlicher Hand sind. Dies galt jahrzehntelang und hat sich nunmehr geändert. Private Wettanbieter und Werbung für private Wettanbieter waren in Deutschland somit lange verboten. Das Monopol gilt aktuell nur noch für Lotterien. zum Einen das Vertriebsverbot für Lotto über das Internet beendet und zum Anderen wurde Spielbank-Werbung sowie ein grenzüberschreitender Lotto-Jackpot ermöglicht.
September 2010
Anschließend folgte eine Klage wegen Reklame für vier illegale Glücksspiele vor dem Landgericht. Ebenso wie das Oberlandesgericht Köln, gab es der Unterlassungsklage statt. In Deutschland waren entsprechende Glücksspiele bislang allerdings grundsätzlich verboten - lediglich Schleswig-Holstein erlaubte seinen Bürgern cas casino deutschland blackjack bis dato die Teilnahme. Bis zur Änderung des Glücksspielstaatsvertrages im vergangenen Sommer blieb das geltende Verbot damit bestehen. Ab jetzt gilt, dass Online-Casinos, Online-Poker und Online-Automatenspiel unter strengen Auflagen erlaubt sein sollen.
Auswertesystem der Safe-Server
Der Bundesgerichtshof dagegen hob dementsprechend die Entscheidung auf und verwies die Sache zu Teilen zurück. Hinsichtlich § 3a UWG bejahte der BGH, ebenso wie es die Vorinstanzen taten, einen Verstoß. Begründet wurde dies durch den ersten Zivilsenat damit, dass der Fernsehsender mit der Ausstrahlung der Werbespots für die legalen ".de"-Glücksspielseiten immer auch die entsprechenden unerlaubten ".com"-Seiten mitbeworben hatte. Die Nutzer gelangten über die Suchmaschine, vor allem aufgrund der Ähnlichkeit der Website-Namen sowie des ähnlichen Layouts der Werbeauftritte, auch auf die illegalen Internetseiten und gingen davon aus, an erlaubten Glücksspielen teilzunehmen. Neben den Veranstaltern von Glücksspielen müssen sich auch die Vermittler an die Werbevorgaben halten. Zudem gab es nun die Möglichkeit für Anbieter von Sportwetten eine auf 7 Jahre begrenzte Ausnahme/Erlaubnis vom Staatsmonopol zu erhalten, welche „Experimentierphase“ genannt wurde.
Allgemeine Werbebeschränkungen des GlüStV
Der Glücksspiel-Staatsvertrag ist ein Vertrag zwischen allen 16 Bundesländern in Deutschland, der seit 2008 deseinheitliche Rahmenbedingungen zum Thema Glücksspiel aufstellt und damit für mehr Transparenz unter den Bundesländern sorgt. Sinn und Zweck eines solchen Staatsvertrages ist somit, dass die Angelegenheit in einer bundesweit geltenden Regelung zusammengeführt wird. Mit dem Vertrag wurde das staatliche Monopol für Sportwetten und Lotterien nun ausdrücklich in den Dienst der Suchtprävention gestellt. Der Staatsvertrag enthielt zudem das Verbot der Veranstaltung und Vermittlung von öffentlichem Glücksspiel im Internet, sodann das Verbot von Werbung für öffentliches Glücksspiel im Fernsehen und im Internet. Glücksspielangebote begrenzen und den natürlichen Spielbetrieb der Menschen in überwachte und geordnete Bahnen zu lenken; demnach ein Ausweichen auf nicht erlaubte Glücksspiele verhindern, Sicherstellen, dass Glücksspiele ordnungsgemäß durchgeführt werden und die Spieler vor Betrug geschützt werden Die mit Glücksspielen verbundene Folge- und Begleitkriminalität abwehren. Für diesen Zeitraum durften im Bereich Sportwetten maximal 20 Konzessionen für private und staatliche Anbieter vergeben werden, vgl. Artikel 10a GlüÄndStV.
| Werbekanal |
Zielgruppe |
Vorteil |
Herausforderung |
| TV & Streaming-Werbung |
Breite Masse, 25+ |
Hohe Reichweite & Glaubwürdigkeit |
Strikte Sendezeitbeschränkungen (ab 21 Uhr) |
| Online-Video (YouTube, etc.) |
Jüngere, digitale Zielgruppe |
Gezielte Ansprache, Trackability |
Strenge Altersverifikation nötig |
| Sport-Sponsoring (Bundesliga) |
Sportinteressierte, Männer |
Positive Imagetransfer |
Kritik von Verbraucherschützern |
| Affiliate-Marketing |
Informierte Spieler |
Performance-basiert, kosteneffizient |
Haftung für Partner-Inhalte |
Der Sportwettenmarkt wurde somit für private Anbieter für zunächst 7 Jahre geöffnet.